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Zeitungsfacetten 2017 – Teil 2: So wichtig wie die Tasse Kaffee – regionale Tageszeitungen haben ihren festen Platz am Morgen

Teil 2 der repräsentativen Studie „Zeitungsfacetten 2017. Regionale Tageszeitungen im Leser-Check“ beleuchtet Nutzung, Nutzungsmotive und das typische Nutzungsverhalten.

Zentrale Erkenntnisse der Studie:

  • Intensiv! 82 Prozent der Leser regionaler Tageszeitungen schauen sich mindestens die Hälfte aller Seiten an, 51 Prozent lesen alle bzw. fast alle Seiten.
  • Integriert! Nur 21 Prozent der Zeitungsleser nutzen ein Exemplar alleine. Die große Mehrheit (79 Prozent) teilt und tauscht die Zeitung mit anderen Menschen.
  • Informativ! Für 43 Prozent der Leser gehört die gedruckte Ausgabe der regionalen Abozeitung klar zum Alltag. Sie informiert über Themen, die ihre Leser unmittelbar betreffen (37 Prozent), und gibt entscheidende Tipps und Anregungen für den Alltag (26 Prozent).

Düsseldorf/München, 18. September 2017. Das nennt man Intensivnutzung: 51 Prozent der Leser regionaler Tageszeitungen befassen sich in der Regel mit fast allen Seiten ihrer Zeitung, 82 Prozent widmen sich mindestens der Hälfte aller Seiten. In Bezug auf Zeitungen haben Leser eine ganz klare Erwartungshaltung: 85 Prozent wollen informiert werden, Neues erfahren und wichtige Hinweise erhalten. Damit ist die Tageszeitung im Gattungsvergleich nach wie vor das Informationsmedium Nummer 1. Auf dem zweiten Rang liegt das Internet (82 Prozent) – darunter natürlich auch die Online-Angebote der Zeitungen –, gefolgt von Zeitschriften (68 Prozent), TV (47 Prozent) und Radio (40 Prozent). Schlusslicht in puncto „Informationslieferant“ sind die sozialen Medien (37 Prozent). Zu diesen Ergebnissen kommt der zweite Part der dreiteiligen Studie „Zeitungsfacetten 2017. Regionale Tageszeitungen im Leser-Check“, die das Dentsu Aegis Network im Auftrag des Crossmedia-Vermarkters Score Media Group durchgeführt hat. Im Fokus stehen die Nutzung, die Nutzungsmotive sowie das typische Nutzungsverhalten der Bundesbürger in Bezug auf die einzelnen Medien(gattungen).

Ein weiteres Augenmerk legt die Studie auf die thematischen Interessen der Leser und stellt die gedruckten Ausgaben der regionalen Tageszeitungen den überregionalen Titeln gegenüber. Das Ergebnis: Die regionale Tageszeitung erfüllt alle Informationsansprüche ähnlich gut oder sogar besser als die überregionale Tageszeitung – sei es in Bezug auf „Meinungsbildung“ (49 vs. 50 Prozent) oder den Aspekt „Mitreden können“ (42 vs. 35 Prozent). Zusätzlich schafft die Regionalzeitung eine besondere Beziehung zu Informationen und Themen in der unmittelbaren Umgebung der Leser (73 Prozent Zustimmung) und schlägt hier die überregionalen Blätter deutlich (17 Prozent). Die gedruckte Ausgabe der regionalen Tageszeitung gehört für 43 Prozent der Leser fest zum persönlichen Alltag. Für ihre Leser liefert sie Tipps und Anregungen für den Alltag (26 Prozent) sowie persönlich relevante Veranstaltungshinweise (37 Prozent).

Aufstehen. Kaffee trinken. Zeitung lesen.
Neben den Nutzungsmotiven fragt die Studie „Zeitungsfacetten 2017“ nach den Nutzungsgewohnheiten. Hier zeigt sich wenig überraschend ein klares Muster: Aufstehen, Kaffee trinken und Zeitung lesen. Unter der Woche wird die gedruckte Ausgabe dabei typischerweise zwischen 6 und 9 Uhr gelesen – 34 Prozent der Leser beschäftigen sich in diesem Zeitraum mit ihrer regionalen Tageszeitung. Am Wochenende startet die Lektüre später (zwischen 9 und 12 Uhr). Insgesamt nutzen knapp zwei Drittel der Leser ihre regionale Tageszeitung am Vormittag (64 Prozent). Ebenfalls interessant: 79 Prozent lesen dabei nicht alleine, sondern teilen und tauschen ihre regionale Abozeitung mit anderen Menschen.

Wie ein Blick auf die anderen Gattungen zeigt, hat jedes Medium seinen festen Platz im Tagesablauf: So erreicht das Radio ebenfalls einen Nutzungs-Peak zwischen 6 und 9 Uhr morgens (54 Prozent der Nutzer), wird aber im Gegensatz zur Zeitung eher als „Nebenbeimedium“ wahrgenommen. Wie die Zeitung wird auch das Radio am Wochenende später eingeschaltet. Völlig andere Nutzungsmuster als Regionalzeitung und Radio weisen die anderen Gattungen auf: So begleiten die überregionalen Tageszeitungen ihre Leserschaft den ganzen Tag über. TV hat seinen klaren Schwerpunkt abends zwischen 18 und 24 Uhr – 92 Prozent der Nutzer schauen in diesem Zeitraum fern. Die Internetnutzung wiederum steigt mobil wie stationär den ganzen Tag über stetig an, bevor sie im Laufe des Abends ab 21 Uhr abfällt. Am Wochenende nimmt die Internetnutzung schneller zu und bleibt den ganzen Tag über auf einem hohen Niveau.

„Die Ergebnisse unserer Gattungsstudie belegen einmal mehr, welch signifikante Rolle die regionale Tageszeitung für ihre Leser spielt. Wie der erste Teil unserer Studie zeigt, genießt sie von allen Medien die höchste Glaubwürdigkeit, Teil 2 unterstreicht die anhaltend starke inhaltliche Relevanz sowie die intensive, bewusste Nutzung. Fakt ist: Die Gattung regionale Tageszeitung braucht den intermedialen Vergleich nicht zu scheuen – Reichweite trifft hier auf Nutzungsintensität und Qualitätsumfeld. Gerade die Lean Forward-Nutzung bei der Zeitungslektüre schafft optimale Voraussetzungen für die Wirkung von Werbung. Die regionale Tageszeitung punktet hier mit hoher Aufmerksamkeit und einem effektiven Werbekontakt“, so Heiko Genzlinger, CEO Score Media Group.

Studiensteckbrief

  • Online-Befragung von 6.026 Menschen zwischen 15 und 64 Jahren.
  • Befragungszeitraum: Mitte März bis Anfang April 2017.
  • Die Studie wurde vom Dentsu Aegis Network durchgeführt.

Zusätzliche Materialien zu Teil 1 und 2 der „Zeitungsfacetten 2017“ können unter folgendem Link heruntergeladen werden: score-media.de/pressematerial.

Die Presseinformation zu den Ergebnissen von Teil 1 finden Sie unter hier.

Teil 3 der umfangreichen Studie mit dem Schwerpunkt Werberezeption & -wirkung wird in den nächsten Wochen veröffentlicht.